Eltern sollten deshalb prüfen, welche Apps auf Fotos und Standort zugreifen und mit wem Inhalte geteilt werden.

App-Berechtigungen begrenzen

Viele Apps fragen nach Zugriff auf Kamera, Mikrofon, Fotos, Kontakte und Standort. Nicht jede Berechtigung ist für die eigentliche Funktion erforderlich.

Erlaube den Zugriff nur, wenn er benötigt wird. Bei der Standortfreigabe ist eine Nutzung ausschließlich während der App-Verwendung häufig sinnvoller als ein dauerhafter Zugriff.

Standortdaten in Fotos beachten

Smartphones können den Aufnahmeort zusammen mit einem Foto speichern. Diese Zusatzinformationen sind im Bild nicht sofort sichtbar.

Vor dem Versenden oder Veröffentlichen sollte geprüft werden, ob Standortinformationen enthalten sind. Einige Messenger und Netzwerke entfernen bestimmte Metadaten, darauf sollte man sich aber nicht grundsätzlich verlassen.

Hintergründe können viel verraten

Schulnamen, Hausnummern, Straßenschilder, Vereinskleidung oder Autokennzeichen können einen Ort erkennbar machen. Auch regelmäßige Abläufe lassen sich aus wiederkehrenden Beiträgen ableiten.

Ein kurzer Blick auf den gesamten Bildinhalt hilft, bevor ein Foto veröffentlicht wird.

Profile und Zielgruppe kontrollieren

Profile von Kindern sollten nicht ohne bewusste Entscheidung öffentlich sichtbar sein. Prüfe Follower, Freundeslisten und die Zielgruppe jedes Beitrags.

Auch ein privates Profil bietet keine Garantie. Andere Personen können Bilder speichern, weiterleiten oder als Bildschirmfoto festhalten.

Live-Standorte nur gezielt teilen

Eine dauerhafte Standortfreigabe sollte auf wenige vertrauenswürdige Familienmitglieder begrenzt bleiben. Öffentliche Standortbeiträge oder Hinweise auf ein leeres Zuhause gehören nicht in soziale Netzwerke.

Nicht mehr benötigte Freigaben sollten regelmäßig entfernt werden.

Kinder in Entscheidungen einbeziehen

Auch Eltern sollten Kinder fragen, bevor sie deren Fotos veröffentlichen oder weiterleiten. Das schafft früh ein Bewusstsein dafür, dass Bilder persönliche Daten sind.

Gemeinsam kann entschieden werden, welche Aufnahmen privat bleiben und welche mit Verwandten oder Freunden geteilt werden dürfen.

Wichtig: Ein einmal veröffentlichtes Bild lässt sich möglicherweise nicht vollständig aus dem Internet zurückholen.

Ich prüfe die Datenschutzeinstellungen

Ich kontrolliere App-Berechtigungen, Standortfreigaben, Familienkonten, Cloud-Fotos und die wichtigsten Privatsphäre-Einstellungen auf Smartphone und Tablet.

Datenschutzeinstellungen prüfen lassen